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Transall C-160
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Die Transall C-160 ist ein in den 1960er Jahren vom deutsch-französischen Firmenkonsortium Transporter Allianz entwickeltes taktisches Transportflugzeug, das von den Französischen LuftstreitkrĂ€ften und den TĂŒrkischen LuftstreitkrĂ€ften eingesetzt wird. Deutschland musterte die C-160 Ende 2021 aus.cite-ref-1-1-0[1] Die Typenbezeichnung des von zwei Propellerturbinen angetriebenen Schulterdeckers setzt sich aus dem Einsatzzweck (C fĂŒr Cargo) und der FlĂŒgelflĂ€che (160 mÂČ) zusammen.
Bekannt wurde das fĂŒr militĂ€rische EinsĂ€tze entworfene Flugzeug unter anderem durch HilfsflĂŒge, die die Luftwaffe insbesondere in den 1970er und 1980er Jahren nach Afrika durchfĂŒhrte. In kleinerem Umfang wurde die Transall auch zivil eingesetzt. Bei den LuftstreitkrĂ€ften der zwei aktuellen Nutzerstaaten wurde sie seit 2013 nach und nach durch den Airbus A400M abgelöst.
Contents
âą Geschichte
âą Entwicklung
âą Auslieferung
âą Konstruktion
âą Rumpf
âą Cockpit/Avionik
âą Tragwerk
âą Leitwerk
âą Fahrwerk
âą Triebwerk
âą Weitere Systeme
âą Nutzer
⹠MilitÀrisch
âą Zivil
âą TĂŒrkei
âą Afrika
âą UNO-Shuttle 1978
âą Lutrans
âą Bosnienkrieg
âą Afghanistan
⹠ZwischenfÀlle
âą Luftwaffe
âą Manunggal Air
âą Wilken Group
âą Technische Daten
âą Ausblick
âą Turkei TĂŒrkei
âą Siehe auch
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Geschichte
Entwicklung
Im Jahr 1957, als sich der Lizenzbau der Nord 2501 Noratlas noch im Vorbereitungsstadium befand, begannen in Frankreich und Deutschland unabhĂ€ngig voneinander erste Planungen fĂŒr die Entwicklung eines Nachfolgemusters. WĂ€hrend sich in Frankreich Nord Aviation und Sud Aviation/Hurel-Dubois mit dem Projekt befassten, waren dies in Deutschland Weserflug und Hamburger Flugzeugbau (HFB). Die deutschen EntwĂŒrfe mit vier Triebwerken zeigten bei der Auslegung deutlich die EinflĂŒsse der Lockheed C-130 Hercules. Die französischen VorschlĂ€ge tendierten dagegen mehr zu einer zweimotorigen Lösung, die fĂŒr strategische LangstreckeneinsĂ€tze geeignet sein sollte. Aus deutscher Sicht sollte dagegen die Beschaffung eines taktischen Transporters mit relativ geringer Reichweite im Vordergrund stehen. Beide LĂ€nder waren sich jedoch bei der Forderung von STOL-Eigenschaften und der EinsatzfĂ€higkeit auf unvorbereiteten Pisten einig.
Die vom HFB durchgefĂŒhrten Studien fĂŒhrten Anfang 1958 zum Entwurf HFB P.311, der die Möglichkeit des gleichzeitigen Beladens und Entladens ĂŒber Ladeklappen unter dem Bug und am Heck vorsah. Der geplante Antrieb bestand aus vier Allison-T56-Turboprops und die FlĂŒgelflĂ€che sollte 150 mÂČ betragen. Weserflug schlug ebenfalls eine viermotorige Auslegung, aber eine gröĂere FlĂŒgelflĂ€che von 180 mÂČ und einen voluminöseren Rumpf mit Heckklappen vor. Eine EigentĂŒmlichkeit, die beide Konzepte aufwiesen, war das geteilte Seitenleitwerk mit obenliegendem Höhenleitwerk. Ein zweiter Entwurf von Weserflug betraf ein kleineres zweimotoriges Flugzeug mit 150 mÂČ und einem Zentralleitwerk. Zugunsten der beiden von Weserflug ausgearbeiteten VorschlĂ€ge wurde die HFB P.311 schlieĂlich gestrichen. Nach Bildung der ersten provisorischen âArbeitsgemeinschaft Transporterâ erhielten die beiden Weserflugprojekte die Bezeichnungen AT 180 und AT 150. Die in Frankreich von Nord-Aviation vorgeschlagene C 40 war in ihrer zweimotorigen Auslegung der AT 150 sehr Ă€hnlich. Hurel-Dubois entwickelte in Zusammenarbeit mit Sud Aviation die SA-HD 120, bei der eine weitspannende TragflĂ€che mit groĂer Streckung vorgesehen wurde.
Ende April 1958 war die erste Projektierungsphase in beiden LĂ€ndern abgeschlossen. Auch Italien interessierte sich als drittes Partnerland fĂŒr eine Projektbeteiligung, um seine Fairchild C-119 zu ersetzen. Ein aus Mitgliedern der drei Staaten gebildeter Ausschuss erarbeitete ein Lastenheft und ĂŒbergab dieses am 12. Juni 1958 an Vertreter der deutschen und französischen Luftfahrtindustrie. Der Ausschuss erörterte die vorgelegten Konzepte und empfahl schlieĂlich, die EntwĂŒrfe von Nord-Aviation und Weserflug weiter zu verfolgen. Auf deutscher Seite stieĂ das IngenieurbĂŒro Blume zur Planungsgruppe hinzu, wĂ€hrend in Frankreich Sud-Aviation und Hurel-Dubois ausschieden. Frankreich und Deutschland entschieden, die weitere Planung gemeinsam unter der FederfĂŒhrung von Weserflug fortzufĂŒhren, wĂ€hrend Italien wegen Finanzierungsbedenken aus dem Programm ausschied.
Am 28. Januar 1959 schlossen die vier nunmehr in der âTransporter-Allianzâ zusammengeschlossenen Firmen (Weserflug, HFB, Blume und Nord-Aviation) in Bonn einen Grundsatzvertrag fĂŒr die geplante Gemeinschaftsentwicklung. Im Februar 1959 wurde anschlieĂend die deutsch-französische Arbeitsgemeinschaft TRANSALL (Transporter Allianz) durch Nord Aviation (Nord) (Paris), Weser-Flugzeugbau (Lemwerder), Hamburger Flugzeugbau (HFB) (Hamburg) und W. Blume â Leichtbau und Flugtechnik (Blume) (Duisburg) gegrĂŒndet, die das mittlerweile als C-160 bezeichnete Luftfahrzeug in den Versionen F (Frankreich) und D (Deutschland) bauen sollte. Im Dezember 1959 folgte auf Regierungsebene die Unterzeichnung eines Vorvertrags, der den Bau und die Erprobung von drei fliegenden Prototypen, sowie den Bau je einer Bruchzelle fĂŒr die statische und dynamische Erprobung vorsah. Jedes Land sollte dabei 50 % der Kosten ĂŒbernehmen.
Im Januar 1960 begann die eigentliche Entwicklung der C-160 Transall. Als Antrieb standen mittlerweile die gegenĂŒber den T56 wesentlich leistungsstĂ€rkeren Rolls-Royce Tyne mit annĂ€hernd 5000 WPS zur VerfĂŒgung. Der von beiden Regierungen genehmigte Beschaffungsplan sah 50 Maschinen fĂŒr die französische und 110 fĂŒr die deutsche Luftwaffe vor. Im Jahr 1962 kam ein zusĂ€tzlicher Auftrag zum Bau von sechs Nullserienflugzeugen hinzu. Der Auftrag zum Bau der 160 Serienflugzeuge erteilten die beiden LĂ€nder am 24. September 1964. Nach dem Produktionsplan sollten die drei Hauptwerke Nord-Aviation, Weserflug (inzwischen VFW) und HFB je ein Drittel liefern. Die Entwicklung und Produktion der Baugruppen war wie folgt verteilt:
⹠Nord-Aviation: TragflÀchen und Triebwerksgondeln
⹠VFW: Hauptrumpf, Höhenleitwerk
âą HFB: Rumpfbug, Rumpfheck und Leitwerksteile
Montiert und eingeflogen wurden die einzelnen Segmente und Flugzeuge von allen drei Herstellern.cite-ref-wache-19-2-0[2]
Die britische Industrie war durch die Lieferung der Rolls-Royce-Triebwerke und der De-Havilland-Propeller ebenfalls beteiligt. AuĂerdem lieferte Normalair die Druck- und Klimaanlagen. Das Fahrwerk entwickelte die französische Firma Messier.cite-ref-3[3]
Der Beschaffung der Transall gingen kontroverse Sitzungen im Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestags voraus. Einigkeit bestand darĂŒber, dass die Nord Noratlas schnellstmöglich ersetzt werden mĂŒsse, allerdings stand neben der Entwicklung und Fertigung eines eigenen Flugzeuges durch die Transporter-Allianz auch der Kauf oder der Lizenzbau der Lockheed C-130 Hercules in der E-Version zur Diskussion. FĂŒr den amerikanischen Transporter sprach bei den Verhandlungen im Jahr 1963 vor allem, dass er durch seinen Einsatz im Vietnamkrieg bereits seine Einsatztauglichkeit bewiesen hatte, wĂ€hrend von der Transall nur die Prototypen existierten. Die C-130 bot zudem gröĂere und preisgĂŒnstigere Transportleistungen. Letztlich fiel die Entscheidung aber zugunsten der Transall, wenn auch vor allem aus politischen GrĂŒnden, weil die deutsche Regierung den VerbĂŒndeten Frankreich nicht brĂŒskieren wollte und auch, weil die Bundesregierung nach den aufkommenden KorruptionsvorwĂŒrfen im Zusammenhang mit der Beschaffung der Lockheed F-104 Starfighter (Starfighter-AffĂ€re) Lockheed nicht mit einer weiteren Bestellung in dieser GröĂe beauftragen wollte.cite-ref-testunerw-nscht-4-0[4]cite-ref-fr1963-5-0[5]
Prototypen und Vorserienmaschinen
Das Erprobungsprogramm wurde mit drei Transall durchgefĂŒhrt, die als Versuchsmuster (V) 1 bis 3 bezeichnet wurden. Die C-160 V1 startete als erster der drei Prototypen ihren 55-minĂŒtigen Erstflug am 25. Februar 1963 in Melun-Villaroche (Frankreich) mit Testpilot Jean Lanvario am Steuer. Am 25. Mai 1963 folgten die V2 in Lemwerder bei Bremen und am 19. Februar 1964 die V3 in Hamburg-Finkenwerder.cite-ref-wache-21-6-0[6]
Neben diesen Maschinen wurden zwei Bruchzellen fĂŒr Bodenversuche und sechs Vorserienflugzeuge A-01 bis A-06 hergestellt. Aufgrund der Erfahrungen bei den TestflĂŒgen wurde der Rumpf der Transall bei Vorserien- und Serienmaschinen gegenĂŒber den Prototypen um einen Spant, etwa 51 cm, vergröĂert, zudem wurden die FlĂŒgel um 2° 10âł gepfeilt.cite-ref-lang-12-7-0[7]
Nach dem Erstflug wurden die Maschinen am deutsch-französischen Testzentrum Istres stationiert, wo sich neben der französischen Testpilotenschule EPNER lange Zeit eine AuĂenstelle der Erprobungsstelle 61 (heute Wehrtechnische Dienststelle 61) befand und das Testflugprogramm gröĂtenteils durchgefĂŒhrt wurde.
| Versuchsmuster | Kennzeichen | Hersteller | Erstflug | Erprobungsbereiche |
|---|---|---|---|---|
| V1 | D-9507 | Nord | 25. Februar 1963 1 | Abstimmung von Triebwerk und GTG, Erprobung der Flugeigenschaften sowie des Enteisungssystems (in Vidsel , Schweden ) |
| V2 | D-9508 | VFW | 25. Mai 1963 | Erprobung der Flugeigenschaften/Flugleistung, der Elektrik, der Avionik und Flatter erprobung; Erprobung unter âHot-and-highâ-Bedingungen (hohe Temperaturen und Druckhöhen) in Addis Abeba und Dschibuti |
| V3 | D-9509 | HFB | 19. Februar 1964 | Tests der Flugzeugstruktur, Beladungserprobung, Absetzen von Lasten sowie Fallschirmspringern, Erprobung des Einsatzes von unvorbereiteten Pisten |
| Vorseriennummer | | | | Anmerkung |
| A-01 | D-9524 YA+051 50+03 | Nord | 21. Mai 1965 | Nach anderen Angaben wurden zwei Maschinen von Nord, VFW und HFB gebaut. [ 8 ] [ 9 ] |
| A-02 | 61-MI | VFW | 23. Juni 1965 | Nach anderen Angaben wurden zwei Maschinen von Nord, VFW und HFB gebaut. [ 8 ] [ 9 ] |
| A-03 | D-9525 YA+052 50+04 | HFB | 27. August 1965 | Nach anderen Angaben wurden zwei Maschinen von Nord, VFW und HFB gebaut. [ 8 ] [ 9 ] |
| A-04 | 61-BI | | 31. Januar 1966 | Nach anderen Angaben wurden zwei Maschinen von Nord, VFW und HFB gebaut. [ 8 ] [ 9 ] |
| A-05 | 50+05 | | 5. Februar 1966 | Nach anderen Angaben wurden zwei Maschinen von Nord, VFW und HFB gebaut. [ 8 ] [ 9 ] |
| A-06 | 61-ZB | | 28. April 1966 | Nach anderen Angaben wurden zwei Maschinen von Nord, VFW und HFB gebaut. [ 8 ] [ 9 ] |
Die Besatzung des Erstflugs bestand aus dem verantwortlichen Testpiloten Jean Lanvario zusammen mit den Bordingenieuren Jean Caillard, Lucien Goypieron und Louis Bonfand.
Auslieferung
Die erste offizielle Auslieferung einer Serienmaschine fand am 2. August 1967 in Lemwerder an die französischen LuftstreitkrĂ€fte (ArmĂ©e de lâair) statt.cite-ref-wache-36-11-0[11] Am 30. April 1968 erhielt die Luftwaffe ihre erste Transall C-160 mit dem taktischen Kennzeichen 50+06.cite-ref-12[12]
Im ersten Loscite-ref-13[13] wurden 169 Transall C-160 hergestellt, von denen 50 an die ArmĂ©e de lâair, 9 nach SĂŒdafrika und 110 an die Luftwaffe geliefert wurden. Die französische Endmontagelinie befand sich in Bourges (Nord), die deutschen in Finkenwerder (HFB) und Lemwerder (VFW).
Von den fĂŒr Deutschland gebauten Flugzeugen wurden 1971/1972 20 StĂŒck an die TĂŒrkei verkauft. Dem ging voran, dass die Bundeswehr schon 1967 plante, nicht mehr 110, sondern nur noch 60 Flugzeuge zu kaufen. Diese Idee, offiziell die Folge einer Verkleinerung von Bundeswehr und Wehretat, konnte von französischer Seite vereitelt werden, da zur Reduzierung der StĂŒckzahl der Vertrag zwischen Frankreich und Deutschland beidseitig hĂ€tte geĂ€ndert werden mĂŒssen, was aber von französischer Seite am 10. Mai 1967 im GesprĂ€ch zwischen den damals amtierenden Verteidigungsministern Gerhard Schröder (CDU) und Pierre Messmer abgelehnt wurde.cite-ref-wache-37-14-0[14]cite-ref-15[15]
Nouvelle Génération
Nach einer AbsichtserklĂ€rung ĂŒber den Kauf von 25 weiteren Transall C-160 durch die ArmĂ©e de lâair wurde im Jahr 1976 ein zweites Los aufgelegt. An diesem Programm beteiligten sich Messerschmitt-Bölkow-Blohm (MBB), AĂ©rospatiale und VFW-Fokker, entstanden teilweise aus Fusionen der an der vorherigen Serie beteiligten Unternehmen. Die von Frankreich bestellten Transall erhielten die Bezeichnung C-160NG (Nouvelle GĂ©nĂ©ration). Zu den 25 bereits von Frankreich bestellten Transall C-160NG kamen weitere vier Maschinen hinzu, die fĂŒr SondereinsĂ€tze speziell ausgerĂŒstet wurden. Auch Indonesien bestellte sechs Maschinen der âNeuen Generationâ.
Die erste Transall C-160NG startete am 9. April 1981 mit Jean Franchi zu ihrem Erstflug. Die Endmontage der Serienflugzeuge fand im Werk Saint Martin du Touch in Toulouse statt. In der Halle werden heute Flugzeuge des Herstellers Avions de Transport Régional (ATR) montiert.
Konstruktion
Rumpf
Der Rumpf der Transall ist in Ganzmetall-Halbschalenbauweise mit annĂ€hernd kreisförmigem Querschnitt konstruiert. Das Cockpit ist gegenĂŒber dem Laderaumboden leicht erhöht und ĂŒber eine kurze Treppe erreichbar. Der gesamte Innenraum ist als Druckkabine konstruiert. Diese wird von einem Normalair-Garrett-System mit 0,32 bar druckbelĂŒftet, sodass bis zu einer Flughöhe von 8000 m die Kabinendruckhöhe 3500 m nicht ĂŒberschreitet. Zwischen Cockpit und Laderaum befinden sich der Besatzungseinstieg sowie im vorderen Bereich des Laderaums auf der linken Seite das vordere Ladetor.
Da dieses Ladetor einen Eingriff in die Struktur bedeutet, nur selten im Einsatz genutzt wurde und das Leergewicht gegenĂŒber einem Rumpf ohne Tor erhöht, wurde bei der C-160NG darauf verzichtet.cite-ref-16[16] Im hinteren Bereich des Laderaums befinden sich vor dem Ăbergang zum Leitwerk auf beiden Seiten FallschirmspringertĂŒren. Laderampe und das hintere Ladetor können am Boden und im Flug geöffnet werden. Letzteres dient dem Absetzen gröĂerer Lasten im Flug in festgelegten Verfahren. Die Rampe kann nach dem vorherigen Ăffnen des hinteren Ladetors, das in den Rumpf nach oben eingezogen wird, bis zum Boden abgesenkt werden.cite-ref-lang-197f-17-0[17]
Der Laderaum selbst, ausgelegt nach dem internationalen Eisenbahnprofil, ist 13,5 m lang sowie 3,15 m breit und weist eine Höhe von 2,98 m auf, damit liegt die FrachtflĂ€che bei 42,5 mÂČ und das Frachtvolumen bei 126,72 mÂł. Fracht kann auf Paletten oder in Containern bis maximal 16.000 kg geladen werden. Auch mehrere Fahrzeuge wie Lastwagen (ein FĂŒnftonner oder zwei Dreitonner), GelĂ€ndewagen oder mehrere WaffentrĂ€ger Wiesel (vier Wiesel 1 oder zwei Wiesel 2) finden Platz. Lasten bis 8000 kg können abgeworfen werden.cite-ref-18[18] Beim Personentransport stehen maximal 93 SitzplĂ€tze zur VerfĂŒgung.
Bei einem MedEvac-Einsatz (Medical Evacuation) können bis zu zwölf Ărzte und SanitĂ€ter drei Schwerverletzte auf sogenannten Patienten-Transport-Einheiten intensivmedizinisch versorgen. ZusĂ€tzlich finden 14 Leichtverletzte auf Tragen Platz.cite-ref-luftwaffe-einsatz-19-0[19]
Ist die Maschine fĂŒr das Absetzen von FallschirmjĂ€gern ausgerĂŒstet, können in Deutschland beim Absprung mit automatischen Fallschirmen 58 Springer mit SprunggepĂ€ck oder 77 Springer ohne SprunggepĂ€ck abgesetzt werden. Springen die beiden Absetzer mit ab, sind es jeweils zwei Mann mehr. Beim Absetzen von Freifallern können alle PlĂ€tze genutzt werden.cite-ref-lang-197f-17-1[17]
Cockpit/Avionik
Das Cockpit ist je nach Modell mit konventionellen Instrumenten oder Bildschirmen ausgestattet. Die Flugnavigationsinstrumente der deutschen Version wurden bei einem gröĂeren Umbau von 1994 bis 1998 einer vollstĂ€ndigen Neuverkabelung sowie einer umfangreichen Erneuerung der Avionik unterzogen. Im Rahmen der sogenannten ANA/FRA-(Autonome Navigationsanlage/Flugregelanlage)-UmrĂŒstung erhielten die Flugzeuge ein Flight Management System, militĂ€rische GPS-EmpfĂ€nger, ein TrĂ€gheitsnavigationssystem mit Laserkreiseln, zwei elektronische Horizontal Situation Indicator zur bodenunabhĂ€ngigen Navigation sowie zwei neue Autopiloten mit Flight Director fĂŒr eine weitgehend automatisierte FlugdurchfĂŒhrung. Durch diese Neuerungen wurde der Bordnavigationsfunker (BNF) nicht mehr benötigt.
Ihm oblag es bis dahin, die Position der Transall mit einem Sextanten, LORAN-C- und Dopplernavigation oder auch mit dem Wetter-/Navigationsradar zu bestimmen. Mit diesem Radar wurden auch InstrumentenanflĂŒge, die sogenannten Airborne-Radar-Approaches (ARA) geflogen, bei denen das Navigationsradar neben einer Landebahn stehende Metallreflektoren anstrahlt und nach dem Echo die Position des Flugzeuges ermittelt.cite-ref-wache-45-20-0[20]cite-ref-21[21]
Ab Ende August 2011 testete die Luftwaffe fĂŒr kurze Zeit beim LTG 63 in Hohn bei Rendsburg Tablet-Computer als ErgĂ€nzung der bestehenden Avionik und als Ersatz fĂŒr herkömmliche Flugkarten.cite-ref-y-leichtigkeit-22-0[22]cite-ref-23[23]
Tragwerk
Das Tragwerk besteht aus einem dreiteiligen GanzmetallschalenflĂŒgel mit zwei Holmen. An das rechteckige MittelstĂŒck schlieĂen sich zwei trapezförmige AuĂenflĂŒgel an. FĂŒr die TragflĂ€chen wurden die NACA-Profile 632-A-218 (MittelstĂŒck) und 633-A-314 (FlĂŒgelspitze) mit relativen Dicken zwischen 18 und 14 % verwendet. Als Landeklappen kommen hydraulisch bewegte Doppelspaltklappen zum Einsatz. Auf der Ober- und Unterseite befinden sich zudem zwei Luftbremsen. Die Querruder werden auf jeder Seite von einem Spoiler unterstĂŒtzt, der automatisch bei BetĂ€tigung des Querruders ausgefahren wird.cite-ref-lang-197f-17-2[17]
Leitwerk
Das Leitwerk ist freitragend konstruiert und ebenfalls vollstĂ€ndig aus Metall. Die Seitenflosse hat drei Holme und ist ĂŒber 16 Bolzen mit dem Rumpf verbunden. Die beiden Höhenruder bestehen jeweils aus einem StĂŒck, sie werden wie Quer-, Seitenruder und Klappen hydraulisch betĂ€tigt. Die Vorderkanten von Seitenruder- und Höhenruderflossen werden elektrisch enteist.cite-ref-lang-197f-17-3[17]
Fahrwerk
Das Fahrwerk der Transall besteht aus einem zwillingsbereiften Bugfahrwerk sowie zwei in Gondeln untergebrachten, ebenfalls zwillingsbereiften Hauptfahrwerksachsen. Das Hauptfahrwerk wird hydraulisch ĂŒber Scheibenbremsen gebremst, das Bugfahrwerk hat eine Auflaufbremse.cite-ref-lang-197f-17-4[17] Die Niederdruckreifen (3,0 bis 3,3 bar) und die Federbeine des Fahrwerks ermöglichen es auf unbefestigten FlugplĂ€tzen zu landen und zu starten.cite-ref-luftwaffe-de-transall-c-160d-24-0[24]
Triebwerk
Angetrieben wird die Transall von zwei Turboprop-Triebwerken Rolls-Royce Tyne Mk.22, die jeweils ĂŒber ein Planetengetriebe einen Vierblatt-Propeller antreiben. In der rechten Fahrwerksgondel befindet sich ein Wasser-Methanol-Tank, aus dem zum Start das Gemisch entnommen und in den Verdichter eingespritzt wird. Das Wasser-Methanol-Gemisch in der Ansaugluft erhöht durch VerdunstungskĂŒhlung deren Dichte, was die Verbrennung der maximalen Kerosinmenge und damit den gleichen Schub bis hin zu 19 Grad ĂŒber der Standardtemperatur ermöglicht.cite-ref-lang-197f-17-5[17]cite-ref-wache-34-25-0[25] Der Propeller, der hydromechanisch verstellbar ist und einen Durchmesser von 18 ft (5,486 m) hat, besteht in der D- und F-Version aus Duraluminium. Die hydromechanische Verstellung der Propeller erfolgt ĂŒber einen Bereich von +86° (Segelstellung) bis zur Bremsschubstellung (Reversion, â14°) automatisch ĂŒber die Leistungshebel.cite-ref-lang-197f-17-6[17]
Neben den verwendeten Propellern aus Aluminium erprobte die Luftwaffe von 1969 an bis mindestens 1974 eine aus Holz gefertigte, abweichende Propellerform mit 5 und 5,4 Metern Durchmesser, mit dem Ziel, den LĂ€rm im Laderaum und die Schwingungen der Zelle durch die Vibrationen der Triebwerke zu verringern; dabei wurden 427 Stunden lang Tests am Boden sowie 348 Flugstunden mit dem Prototyp V2 erflogen, abschlieĂend konnte jedoch keine Verbesserung gegenĂŒber dem noch heute verwendeten Propeller festgestellt werden.cite-ref-lang108-26-0[26] Von betroffenen Anwohnern an den Orten, die ĂŒberflogen wurden, gab es immer wieder Beschwerden ĂŒber FluglĂ€rm,cite-ref-27[27]cite-ref-28[28] womit sich z. B. auch die BĂŒrgerschaft in Bremen befasste.cite-ref-29[29]
Bei den französischen Flugzeugen der NG- und R-Version kommt wahlweise ein Propeller aus Verbundmaterial zum Einsatz; dabei kann die Transall parallel mit beiden Propellertypen betrieben werden.cite-ref-30[30]cite-ref-31[31]cite-ref-32[32]
Weitere Systeme
Hydraulik und Stromversorgung
An jedem Triebwerk ist ein HilfsgerĂ€tetrĂ€ger angebracht, der jeweils einen Generator mit 60 kVA, einen Generator mit 9 kVA, zwei Hydraulikpumpen und einen Kabinenlader fĂŒr die Druckkabine antreibt. Unter einer Propellerdrehzahl von 2000 minâ1 können die Propeller mit einer Propellerbremse zum Stehen gebracht werden.cite-ref-lang-197f-17-7[17]cite-ref-wache-96-33-0[33]
Hilfsaggregat
Die Transall ist in der linken Fahrwerksgondel mit einer Hilfsturbine (genannt GTG = Gasturbinengenerator) vom Typ AiResearch GTCP 85-160A mit 203 PS (150 kW) ausgestattet.cite-ref-wache-97-34-0[34] Der Auslass befindet sich vor den RÀdern des Hauptfahrwerkes (siehe Bild oben). Sie versorgt das Flugzeug am Boden (insbesondere auf Behelfs- bzw. FeldflugplÀtzen) vor dem Anlassen der Triebwerke mit elektrischer Energie, Druckluft und Hydraulikdruck. In der Luft wird die Hilfsturbine nur in NotfÀllen betrieben, da im Flug die Energieversorgung von den Generatoren der Triebwerke sichergestellt wird. Bei niedrigen Temperaturen können unter Zuhilfenahme eines GerÀtesatzes beide Triebwerke mittels GTG-Zapfluft vorgewÀrmt werden.cite-ref-lang-197f-17-8[17]
Treibstoffsystem
Die Versionen C-160D und F haben vier Tanks â jeweils zwei in der linken und rechten TragflĂ€che â, die zusammen maximal 16.410 Liter Kerosin fassen und die beiden Triebwerke und das Hilfsaggregat versorgen. Die NG-Version hat gröĂere FlĂ€chentanks und einen zusĂ€tzlichen Tank im TragflĂ€chenmittelstĂŒck mit einem Fassungsvermögen von 28.050 Litern. Zudem können die Maschinen der NG- und der R-Baureihe ĂŒber eine Betankungssonde in der Luft betankt werden, was diese Maschinen eingeschrĂ€nkt zum strategischen Lufttransport befĂ€higt.cite-ref-lang-197f-17-9[17]
Klimaanlage
Eine Klimaanlage sorgt im Reiseflug fĂŒr Temperaturen zwischen 16 und 18 Grad Celsius, bei höherer AuĂentemperatur ist eine KĂŒhlung um bis zu 10 Grad Celsius möglich.cite-ref-wache-100-35-0[35]
Selbstschutzanlage
Mit den AuslandseinsĂ€tzen auf dem Balkan und in Afghanistan wurde der Einbau einer Selbstschutzanlage fĂŒr notwendig erachtet, insbesondere, nachdem ein italienischer MilitĂ€rtransporter vom Typ Fiat G.222 im September 1992 im Anflug auf Sarajevo von einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen worden war.cite-ref-nytimes1992-36-0[36]cite-ref-spiegel38-1992-37-0[37] Dazu erhielt ein Teil der deutschen Transall-Flotte das AN/AAR-54(V)-Raketenwarnsystem von Northrop Grumman, das von einem Taktischen Systemoffizier (TSO) bedient wird. Der TSO nimmt dabei den frĂŒheren Sitz des Bordnavigationsfunkers ein.
Evolution der Versionen
Realisierte Versionen
Vorserie C-160A
Das Herstellerkonsortium fertigte zunĂ€chst drei Prototypen der C-160, als V1 bis V3 bezeichnet, und aus den bei den folgenden Tests gewonnenen Erfahrungen eine als âNullserieâ bezeichnete Version C-160A, die einen um einen halben Meter verlĂ€ngerten Rumpf aufwies und mit den Kennzeichen A-01 bis A-06 registriert wurde. Auch hier teilten sich die drei Hersteller die Anzahl an Luftfahrzeugen zu gleichen Anteilen untereinander auf.
Serienversion C-160D, C-160F, C-160NG, C-160Z
Nach dem Abschluss der Erprobung wurden fĂŒr die Luftwaffe 110 Serienexemplarecite-ref-38[38] der Version C-160D gefertigt. Da fĂŒr diese Anzahl an Luftfahrzeugen jedoch niemals auch nur annĂ€hernd genĂŒgend Flugzeugbesatzungen zur VerfĂŒgung standen, wurden bereits 1971 zwanzig Maschinen an die TĂŒrkei abgegeben.
Die ArmĂ©e de lâair bestellte aus der ersten Generation 50 Maschinen,cite-ref-wache-26-39-0[39] die bei Auslieferung C-160F genannt wurden. Vier fĂŒr den Posttransport umgerĂŒstete F-Exemplare wurden als C-160P bezeichnet. Ab 1981 erreichten die Staffeln der französischen LuftstreitkrĂ€fte die ersten von 25 Maschinencite-ref-40[40] der Nouvelle GĂ©nĂ©ration unter der Bezeichnung C-160NG. Einzelne vom F- auf den NG-Standard umgerĂŒstete Flugzeuge fliegen als C-160R fĂŒr die französische Bezeichnung RenovĂ©. Diese Maschinen können in der Luft betankt werden, sind mit einem weiteren Tank ausgerĂŒstet und wurden mit modernerer Avionik ausgestattet. Zehn NG-Transall sind in der linken Fahrwerksgondel mit einer Vorrichtung ausgestattet, um in der Luft andere Luftfahrzeuge zu betanken.
Die neun von AĂ©rospatiale an SĂŒdafrika gelieferten Maschinen bekamen die Bezeichnung C-160Z.
Sonderversionen C-160G, C-160H, C-160T
Aus diesen Standardversionen gingen in Frankreich zwei Untertypen fĂŒr spezielle Aufgaben hervor, zum einen die C-160H AstartĂ©, vier Maschinen umgebaut zu Relaisstationen fĂŒr die französische Nuklearstreitmacht (AstartĂ©: Avion Station Relais de Transmissions Exceptionnelles, auf deutsch etwa âLuftfunkstation fĂŒr wichtige Ăbertragungenâ), sowie die C-160G Gabriel, zwei mit zahlreichen Antennen fĂŒr die elektronische AufklĂ€rung bestĂŒckte NG-Maschinen. Die AstartĂ©-Version war mit VLF-(Very Low Frequency, LĂ€ngstwelle)-EmpfĂ€ngern und Sendern von Thales ausgestattet, die quasi nicht von feindlichen KrĂ€ften gestört werden können, um Informationen mit getauchten U-Booten mit nuklearer Bewaffnung austauschen zu können. Frankreich stellte diese Version 2002 auĂer Dienst.cite-ref-af-technology-41-0[41] Die AufklĂ€rungseinrichtungen der Gabriel-Flugzeuge mit den Kennzeichen âGTâ (Seriennummer F216) und âGSâ (Seriennummer F221) wurden ab 2008 von Thales modernisiert.cite-ref-wache-57-42-0[42]
Neben den französischen Spezialversionen rĂŒstete die TĂŒrkei drei C-160D zu Zielerfassungs- und Kommunikationsplattformen um, die die Bezeichnung C-160T âGören-1â erhielten.
Nicht realisierte Versionen
Zwei VorschlĂ€ge fĂŒr militĂ€rische Versionen kamen nicht ĂŒber das Projektstadium hinaus â zum einen eine sogenannte C-160S (auch C-160ASF genannt), ein Vorschlag fĂŒr eine SeeĂŒberwachungsversion, und ein als C-160AAA bezeichneter Entwurf fĂŒr eine FrĂŒhwarnversion mit je einem Radar des Typs Marconi APY-920 in Bug und Heck.cite-ref-43[43]
Auch eine erste zivile Variante wurde bereits im Anfangsstadium des Transall-Programms ins Auge gefasst. Diese sollte als reines Frachtflugzeug, als Passagierflugzeug mit 130 Sitzen oder als kombiniertes Fracht-/Passagierflugzeug einsetzbar sein. Man ging bei den Studien davon aus, die Grundzelle der C-160 unverĂ€ndert ĂŒbernehmen zu können und lediglich die militĂ€rische AusrĂŒstung entfallen zu lassen. Nach der Begutachtung durch potentielle Betreiber des Musters lieĂ man diese PlĂ€ne jedoch als nicht realisierbar wieder fallen. Eine weitere untersuchte Variante, die insgesamt gröĂere Unterschiede zum Ausgangsentwurf aufwies, war die Studie C-161 Transall. Hierbei sollte das Frachtraumvolumen, ohne wesentliche Ănderung der Ă€uĂeren Abmessungen, betrĂ€chtlich vergröĂert werden. Im Wesentlichen war geplant Bug und Heck so zu verĂ€ndern, dass statt 139 mÂł nun 189 mÂł Laderaum verfĂŒgbar waren. Der Bug sollte, Ă€hnlich der Lockheed C-5-Lösung visierartig hochgeklappt werden können und das Cockpit hochgesetzt werden. Die Heckrampe sollte entfallen. Eine praktische Umsetzung erfolgte auch bei diesem Projekt nicht.cite-ref-44[44]
Nutzer
MilitÀrisch
Deutschland
Die Luftwaffe ĂŒbernahm ab April 1968 insgesamt 110 Maschinen, wovon spĂ€ter 20 an die TĂŒrkei abgegeben wurden. Sie flogen bei den Lufttransportgeschwadern 61 (Landsberg), 62 (Wunstorf), 63 (Hohn) sowie bei der Wehrtechnischen Dienststelle 61 (Manching).cite-ref-y-area-45-0[45] Das LTG 62, bei dem das Flugzeug seit 1969 stationiert war (bzw. bis 1978 beim VorgĂ€ngerverband, der FlugzeugfĂŒhrerschule âSâ), gab seine letzten drei Transall zum 3. Juli 2015 nach Hohn ab.cite-ref-ndr20150630-46-0[46]cite-ref-shz2015-07-04-47-0[47]
Die Zahl der im Einsatz befindlichen Maschinen wurde noch vor der EinfĂŒhrung des Airbus A400M von 80 (Stand Okt. 2011) auf etwa 60 Flugzeuge reduziert.cite-ref-48[48] Im August 2014 waren noch 56 Transall in Dienst.cite-ref-49[49]
FĂŒr gröĂere Ăberholungen (sogenannte periodische Inspektionen, Ă€hnlich einem C-Check bei zivilen Luftfahrzeugen) wurden alle Transall der Luftwaffe in Dreijahresintervallen nach Landsberg geflogen, wo diese Arbeiten durch den Abgesetzten Bereich des Systemzentrums Luftfahrzeugtechnik durchgefĂŒhrt werden konnten. GrundĂŒberholungen wurden zunĂ€chst in Lemwerder und seit Mitte der 1990er Jahre bei Airbus Defence and Space in Manching ausgefĂŒhrt, die ehemaligen Transall-Hersteller sind im Laufe der Jahrzehnte in dem deutsch-französischen Konzern aufgegangen. Ersatzteile fĂŒr die gesamte Flotte wurden unter anderem bei Premium Aerotec in Varel (bis 31. Dezember 2010 bei EADS Military Aircraft Lemwerder, hervorgegangen aus Weser Flugzeugbau) hergestellt, wo auch verschiedene gröĂere Bauteile instand gesetzt werden. Die Luftwaffe beging den 40. Jahrestag der EinfĂŒhrung der Transallcite-ref-trall-geb-50-0[50] sowie die einmillionste Flugstunde der Gesamtflotte 2011cite-ref-million-51-0[51] jeweils mit einem Festakt in Wunstorf bzw. Hohn. AnlĂ€sslich des 50. Jahrestages des Erstfluges fand am 24. Mai 2013 ein Festakt in Landsberg statt, an dem auch Abordnungen der französischen und tĂŒrkischen LuftstreitkrĂ€fte teilnahmen.cite-ref-50jahre-kreisbote-52-0[52]
Zum 1. April 2014 wurde das Lufttransportgeschwader 63 zum Ausbildungsverband erklĂ€rt. Die 3. Staffel des LTG 62, die seit der EinfĂŒhrung des Musters die lehrgangsbezogene praktische und theoretische Transall-Ausbildung durchgefĂŒhrt hatte, wurde von diesem Auftrag entbunden; die Schulung fand nun auf dem Fliegerhorst Hohn statt. Die Ausbildung auf dem Transall-C-160-Flugsimulator erfolgte weiter am Fliegerhorst Wunstorf, aber unter der Verantwortung des LTG 63 durchgefĂŒhrt.cite-ref-transall-ausbildung-20140403-53-0[53]
Der Flugbetrieb der Transall wurde ab dem 3. Juli 2015 ausschlieĂlich vom LTG61 (Fliegerhorst Landsberg/Lech) und LTG63 (Fliegerhorst Hohn) aus durchgefĂŒhrt. Diese beiden VerbĂ€nde sollten die C-160 bis etwa 2018/2019 fliegen,cite-ref-ndr20150630-46-1[46]cite-ref-realplan-54-0[54] wobei Hohn den Transall-Betrieb am lĂ€ngsten aufrechterhalten und Maschinen aus Landsberg ĂŒbernehmen sollte.cite-ref-shz2015-07-04-47-1[47]
Im Dezember 2015 entschied das Bundesministerium der Verteidigung, aufgrund der bis 2018 nicht zu erreichenden Einsatzbereitschaft der Airbus A400M im taktischen Lufttransport, die Transall in der Konfiguration mit erweitertem Selbstschutz (ESS-Version) im LTG 63 am Standort Hohn noch bis 2021 einzusetzen. Das LTG 61 aus Landsberg wurde zum Ende des Jahres 2017 aufgelöst.cite-ref-55[55]
Am 23. September 2021 wurden bei einem offiziellen âFly Outâ die letzten sechs Transalls des Lufttransportgeschwaders 63 am Fliegerhorst Hohn feierlich verabschiedet.cite-ref-56[56] Der nach 54 Jahren letzte Flug einer Transall der WTD-61 war am 23. November 2021 die ĂberfĂŒhrung der 50+86 zur Luftlandeschule nach Altenstadt.cite-ref-merkur2021-57-0[57]
Frankreich
Die ArmĂ©e de lâair erhielt zunĂ€chst 50 Transall der Version F sowie spĂ€ter noch einmal 29 Maschinen der Version NG. Ausgestattet wurden ab Oktober 1967 die Transportstaffeln 1/61 âTouraineâ und 3/61 âPoitouâ des Escadre de Transport (ET) 61 in OrlĂ©ans-Bricy mit der F-Version, die NG-Version ging an die Staffeln 1/64 âBearnâ und 2/64 âAnjouâ des Escadre de Transport (ET) 64 in Ăvreux. Dort waren von 1988 bis 2001 auch die C-160H AstartĂ© stationiert, seit 1992 im Dienst der Staffel 1/59 âBigorreâ. DarĂŒber hinaus flogen noch die ebenfalls speziell ausgerĂŒsteten Gabriel-AufklĂ€rer bei der EE 1/54 âDunkerqueâ. Diese Staffel war bis Ende 2011 in Metz-Frescaty stationiert; die 1/54 fliegt mittlerweile ebenfalls von Ăvreux aus. Vier C-160 waren zeitweise als Postflugzeuge mit Air-France-Bemalung und zivilen Kennzeichen im Einsatz.
Neben den Staffeln und Geschwadern auf dem französischen Festland stellte die ArmĂ©e de lâair auch Staffeln in Ăbersee auf, die als Escadron de Transport d' Outre Mer (ETOM) bezeichnet wurden und einen Zusatznamen nach ihrem Einsatzort trugen. Insgesamt gab es drei dieser Staffeln, ETOM 00.050 âRĂ©unionâ, ETOM 00.055 âOuessantâ (stationiert in Dakar im Senegal) und ETOM 00.058 âGuadeloupeâ. Die Maschinen fĂŒr diese Staffeln wurden von den Geschwadern ET 61 und ET 64 bei Bedarf zur VerfĂŒgung gestellt.cite-ref-lang-transall-s145-59-0[59]
Die Ausbildung der französischen Transall-Besatzungen fand von 1969 bis 2008 in Toulouse-Francazal beim 340 Centre dâInstruction des Equipages de Transport (CIET 340) statt. ZunĂ€chst wurden dem CIET Flugzeuge des ET 61 fĂŒr die Ausbildung zugeteilt, 1977 wurde dann das ET 62 aufgelöst und die ehemalige erste Staffel des Verbandes in die Schule integriert.cite-ref-lang-transall-s150-60-0[60]
Die ArmĂ©e de lâair plante zunĂ€chst, ihre Transall-Flotte bis 2015 auf 15 Maschinen zu reduzieren, und wollte das Muster bis 2018 vollstĂ€ndig durch den seit 2013 zulaufenden Airbus A400M und die bereits vorhandenen C-130H-30 Hercules ersetzen. Im Verlauf des Jahres 2011 wurden bereits fĂŒnf Maschinen ausgemustert; 2012 sollten neun weitere folgen.cite-ref-ai-apr-2012-61-0[61] 2013 wurde bekannt, dass die Beschaffung der A400M Atlas wegen Budgetproblemen gestreckt wird, deshalb sollten vierzehn Transall bis 2023 fliegen.
TĂŒrkei
20 Flugzeuge wurden 1971 von der Luftwaffe an die TĂŒrkei verkauft, da die Bundeswehr fĂŒr die Maschinen keinen Bedarf sah. Es handelte sich dabei um die Seriennummern D19 bis D24, D26 bis D36 und D38 bis D40. In der ersten JahreshĂ€lfte 1971 wurde dazu bei den Herstellerfirmen und der Luftwaffe Schulungen tĂŒrkischer Soldaten durchgefĂŒhrt. Zur Ăberholung der Maschinen flog in mindestens drei FĂ€llen ein Team von VFW in die TĂŒrkei und fĂŒhrte dort GrundĂŒberholungen durch. Die Maschinen waren bei der 221 Filo in Kayseri im Einsatz. Auch die bei Auftritten der Turkish Stars mitfliegende rot-weiĂ lackierte Transall gehörte der 221 Filo an. Als Ersatz fĂŒhren die tĂŒrkischen LuftstreitkrĂ€fte (TĂŒrk Hava Kuvvetleri) ebenfalls die A400M ein. Die Auslieferung des ersten A400M fand im April 2014 statt.cite-ref-64[64] Zuletzt flogen nur noch die speziellen C-160T. Das letzte aktive Exemplar einer tĂŒrkischen und damit ĂŒberhaupt militĂ€risch genutzten C-160 ging bei einer Bruchlandung im Januar 2024 verloren.cite-ref-65[65]
SĂŒdafrika
Neun Flugzeuge (Kennzeichen 331 bis 339) wurden zwischen Juli 1969 und Juli 1970 von AĂ©rospatiale geliefert. Die Maschinen waren bei der No. 28 Squadron eingesetzt, ab 1996 wurden sie auĂer Dienst gestellt.cite-ref-66[66] Sie waren auf der AFB Waterkloof abgestellt und wurden bis auf eine (Kennzeichen 337) im Verlauf des Jahres 2009 verschrottet.cite-ref-67[67]
Zivil
Schweiz Schweiz â Balair
Im Auftrag des Roten Kreuzes (IKRK) flog die Balair HilfsflĂŒge nach Biafra. HierfĂŒr wurde von der Luftwaffe der dritte Prototyp der C-160, die V3, dem internationalen Roten Kreuz fĂŒr die Dauer von vier Monaten zur VerfĂŒgung gestellt. Die Transall erhielt fĂŒr den Hilfseinsatz eine Bemalung in den Farben des Roten Kreuzes und wurde zivil zugelassen. Mit der nun als HB-ILN registrierten Maschine wurden zwischen 1968 und 1969 insgesamt 198 HilfsflĂŒge von Cotonou in Benin aus durchgefĂŒhrt.cite-ref-68[68]
Frankreich Frankreich â Poste Française
Zwischen 1973 und 1978 setzte die Air France vier umgebaute MilitĂ€rmaschinen der Variante Transall C-160F zur Beförderung von Luftpost innerhalb Frankreichs ein. Dies war ein Dienst im Auftrag des Centre dâExploitation Postal MĂ©tropolitain (CEPM), der sich durch auĂergewöhnliche PĂŒnktlichkeit und RegelmĂ€Ăigkeit im Allwetterflugbetrieb auszeichnete. Zuvor verwendete Air France hierfĂŒr DC-3C, die dann von DC-4 und spĂ€ter von der Fokker F-27 abgelöst wurden. FĂŒr die Postbeförderung wurde die C-160 so modifiziert, dass die Flugzeuge innerhalb von zwölf Minuten be- und entladen werden konnten. Die vier Transall kamen exklusiv auf der Strecke ParisâBastia (Korsika) zum Einsatz und transportierten jedes Mal ca. 13,5 Tonnen Luftpost. Jeweils zwei Flugzeuge wurden an den Endpunkten stationiert. Im Durchschnitt beförderten die Transalls jede Nacht 1,8 Millionen Briefe. WĂ€hrend der gesamten Einsatzdauer lag die PĂŒnktlichkeitsrate bei nahezu 98 Prozent.
Gabun Gabun
Der Prototyp V3 wurde im Juli 1976 nach Gabun verkauft und bei Air Affaires Gabon eingesetzt.cite-ref-airbritain-69-0[69]
Indonesien Indonesien â Pelita Air Service
Im Jahr 1980 wurde ein achtmonatiger Leihvertrag zwischen dem Transall-Konsortium und der indonesischen Regierung (Pelita Air Service) abgeschlossen. Das Bundesministerium der Verteidigung stellte zwei Transall fĂŒr die Umsiedlung indonesischer Bevölkerung von Java auf andere Inseln zur VerfĂŒgung. HierfĂŒr erhielten die beiden Maschinen eine formale zivile Zulassung, eine zivile Bemalung sowie Einstiegstreppen an den SpringertĂŒren und zusĂ€tzliche NavigationsausrĂŒstung. Zwischen August 1981 und Mai 1982 konnten bei rund 1500 EinsĂ€tzen 38.000 Indonesier von Java auf andere Inseln umgesiedelt werden.cite-ref-70[70] Im Anschluss an dieses erfolgreiche Programm kaufte die indonesische Regierung sechs Transall NG fĂŒr die weitere Umsiedlung der Bevölkerung von Java auf weniger dicht besiedelte Inseln. SpĂ€ter flog ein Teil der Maschinen bei Manunggal Air.
Australien Australien â Wieland Aviation
Nach ihrer AuĂerdienststellung wurden drei ĂŒberlebende Exemplare des LTG 63 von der australischen Wieland Aviation Group, die in Jilliby (New South Wales) beheimatet ist erworben, die sie als Löschflugzeuge einsetzen will. Die Maschinen verlieĂen Hohn im Dezember 2022.cite-ref-71[71]
Aufgaben, Verfahren und EinsÀtze
Die Hauptaufgaben der Transall sind der Transport von Material und Personal, das Absetzen von FallschirmjÀgern und Lasten sowie der Transport von Verletzten mit Àrztlicher Begleitung aus einer Gefahrenzone, auch als MedEvac bezeichnet.
Die Transall ist ausgelegt, um auf kurzen und schlecht ausgebauten Pisten in schwierig anfliegbarem GelĂ€nde landen und starten zu können.cite-ref-72[72] Sie kann einen schnellen Sinkflug (Steilanflug) mit einem Winkel von bis zu 20° durchfĂŒhren. FĂŒr den Steilanflug werden die Landeklappen und Luftbremsen voll ausgefahren, 185 km/h werden so nicht ĂŒberschritten. Somit können FlugplĂ€tze mit Hindernissen nahe der Landebahn angeflogen werden,cite-ref-aerospatiale-73-0[73] auch kann damit das Risiko des Beschusses vom Boden in der NĂ€he eines solchen Flugplatzes vermindert werden.cite-ref-74[74] Zum Abheben benötigt die C-160 eine Rollstrecke von 700 Metern, zum Landen sind es etwa 450 Meter.cite-ref-aerospatiale-73-1[73]
FĂŒr das Absetzen von Lasten in unwegsamem GelĂ€nde wurde das sogenannte Abwerfen aus extrem niedriger Höhe, umgangssprachlich Afrika-Verfahren genannt, geflogen. Dabei werden GĂŒter (z. B. ReissĂ€cke) aus ca. 20 FuĂ Höhe ohne Fallschirm abgeworfen. Die Transall fliegt dabei mit einem so hohen Anstellwinkel, dass die Last nach dem Entfernen der Sicherung automatisch ĂŒber die Rampe zu Boden fĂ€llt. Den Namen Afrika-Verfahren erhielt diese Möglichkeit der Versorgung, weil sie durch die Ăthiopien-Hilfe 1984 bekannt wurde.cite-ref-75[75]cite-ref-76[76]
DarĂŒber hinaus wurde die Transall in Frankreich als Relaisstation verwendet und wird fĂŒr die elektronische KampffĂŒhrung eingesetzt.
TĂŒrkei
Nachdem die Transall beim Hilfseinsatz 1968/69 in Biafra unter Schweizer Flagge flog und die Kritiker beruhigt waren, nahm die Luftwaffe das Erdbeben vom 28. MĂ€rz 1970 bei Gediz zum Anlass, die Transall in einer LuftbrĂŒcke zum Transport von HilfsgĂŒtern der Bundeswehr, des THW, des DRK und weiterer NGO zu testen. WĂ€hrend die Boeing 707 und andere nur gröĂere FlughĂ€fen anflogen, wie den MilitĂ€rflughafen in ĂiÄli bei Izmir, ĂŒbernahm die Transall DirektflĂŒge in die Krisenregion bzw. in einer gestaffelten LuftbrĂŒcke den Weitertransport zu den kleineren FlughĂ€fen im Bergland. Die Schulung unter einsatzĂ€hnlichen Bedingungen wurde vom 30. MĂ€rz bis 10. April durchgefĂŒhrt.cite-ref-77[77]cite-ref-78[78] Im Jahr darauf ĂŒbernahm die TĂŒrkei 20 Transall (siehe oben).
Afrika
HumanitÀre EinsÀtze
Diverse EinsĂ€tze humanitĂ€rer Art der Luftwaffe wurden in Afrika durchgefĂŒhrt, wo sich Besatzungen und Flugzeuge den Ruf als Engel der LĂŒfte erwarben. Beispiele fĂŒr diese EinsĂ€tze sind 1974/75 die FlĂŒge des Lufttransportgeschwaders 63 nach Ăthiopien, in den Sudan und den Tschad. Die gleiche Region wurde zehn Jahre spĂ€ter noch einmal im Rahmen solcher HilfseinsĂ€tze angeflogen (siehe Hungersnot in Ăthiopien 1984â1985). Daneben waren auch Staaten in der Sahelzone (z. B. Mauretanien, Mali, Niger) Ziel fĂŒr die mit Lebensmitteln beladenen Transportflugzeuge.cite-ref-wache-69-79-0[79]
Einsatz in Somalia 1993
â
Hauptartikel
:
United Nations Operation in Somalia II
und
Deutscher UnterstĂŒtzungsverband Somalia
Die Lufttransportgeschwader der Luftwaffe beteiligten sich mit der Transall 1993 auch am ersten bewaffneten Einsatz deutscher StreitkrĂ€fte nach dem Zweiten Weltkrieg im Ausland. Dabei wurden mehrere Flugzeuge in Beledweyne (in den Medien oft als Belet Huen transkribiert) stationiert. Die erste Maschine mit dem Vorauskommando an Bord wurde dabei vom damaligen Verteidigungsminister Volker RĂŒhe persönlich begrĂŒĂt.cite-ref-am-hindukush-80-0[80]
Katastrophenhilfe Mosambik 2000
â
Hauptartikel
:
Hochwasser in Mosambik 2000
Die deutsche Luftwaffe leistete in den Ăberschwemmungsgebieten mit dem Kontingent âKatastrophenhilfe Mosambikâ 500 EinsĂ€tze mit Transall C-160 und Bell UH-1D des Lufttransportgeschwaders 62.
UnterstĂŒtzung MONUC in der Demokratischen Republik Kongo 2003
â
Hauptartikel
:
Operation Artemis
Deutschland beteiligte sich durch Lufttransport mit Transall C-160 und mit der Bereitstellung der FĂ€higkeit zur RĂŒckholung von Verwundeten.
Evakuierungseinsatz Libyen 2011
â
Hauptartikel
:
Operation Pegasus (2011)
Die Operation Pegasus war eine Evakuierungsoperation (EvakOp) deutscher und britischer StreitkrÀfte wÀhrend der AufstÀnde in Libyen. Die Operation dauerte vom 26. Februar bis zum 3. MÀrz 2011.
AFISMA und MINUSMA in Mali
2013â2014
Im Rahmen der OpĂ©ration Serval verlegte die ArmĂ©e de lâair im Januar 2013 neben anderen Transportflugzeugen auch eine C-160 nach Mali.cite-ref-augengeradeaus12012013-81-0[81] Auch deutsche Transall wurden von Anfang 2013 bis Mitte 2014 in Mali eingesetzt, um Soldaten des ECOWAS-BĂŒndnisses im Rahmen der Missionen AFISMA und MINUSMA nach Bamako zu bringen.cite-ref-sueddeutsche15012013-82-0[82]cite-ref-zdf16012013-83-0[83]cite-ref-84[84]
Die mittlerweile verordneten EinschrĂ€nkungen fĂŒr EinsĂ€tze bei groĂer Hitze und bei Dunkelheit verringerten die Einsatzmöglichkeiten allerdings so stark, dass die FĂŒhrung der UNO-Friedenstruppe in Mali, MINUSMA, seit Juli 2014 auf die Nutzung der Transall der Luftwaffe verzichtet. Bereits im Mai 2014 hatte die Bundeswehr die DurchfĂŒhrung eines Rettungsfluges fĂŒr verletzte afrikanische Soldaten aus dem umkĂ€mpften Kidal abgelehnt, da es langsam dunkel wurde.cite-ref-85[85] Der âLufttransportstĂŒtzpunktâ in Dakar wurde am 10. Juli 2014 offiziell aufgelöst; nach Angaben der Bundeswehr flog die Transall-Flotte von Beginn des Einsatzes am 19. Januar 2013 bis zum Ende in 1050 FlĂŒgen etwa 3000 Flugstunden, wobei 6500 Passagiere und 1650 Tonnen Fracht befördert wurden.cite-ref-abschluss-minusma-86-0[86]
2015â2021
Ab 2016 waren wieder Transalls im Rahmen der MINUSMA-Mission eingesetzt, der vorerst letzte Auslandseinsatz deutscher âTrallsâ ĂŒberhaupt. Sie waren in Niamey, der Hauptstadt des Niger stationiert und flogen bis 2021 von dort aus Ziele in Nordmali an.cite-ref-deutschlandfunk161119-87-0[87]cite-ref-88[88]
Ebolafieber-Hilfe 2014
Nachdem die Ebolafieber-Epidemie sich in der ersten JahreshĂ€lfte 2014 in Sierra Leone, Liberia und Guinea ausbreitete, entschied die Bundesregierung im September, logistische Hilfe bei der BekĂ€mpfung der Virus-Erkrankung zu leisten. Dazu flogen Transall von Dakar im Senegal und Accra in Ghana aus im Auftrag der Organisation United Nations Mission for Ebola Emergency Response (UNMEER) in die HauptstĂ€dte der drei LĂ€nder, Freetown, Monrovia und Conakry. Dabei wurden vor allem Nahrung und medizinische HilfsgĂŒter transportiert.cite-ref-dw-luftbr-cke-89-0[89]cite-ref-bundeswehr-ebola-90-0[90] Im MĂ€rz 2015 wurde der Einsatz beendet.cite-ref-91[91]
UNO-Shuttle 1978
WĂ€hrend des Libanesischen BĂŒrgerkriegs waren Blauhelm-Soldaten aus Nepal im SĂŒden des Landes eingesetzt, um den Konflikt zu beenden oder zumindest abzuschwĂ€chen. Um diese Truppen zu versorgen, wurde im April 1978 eine LuftbrĂŒcke zwischen dem damaligen Fliegerhorst FĂŒrstenfeldbruck in Bayern und dem Flughafen Ben Gurion der israelischen Stadt Tel Aviv eingerichtet, ĂŒber die Bundeswehr-Material, darunter auch Lastwagen und andere Fahrzeuge, nach Israel transportiert wurde, von wo es zu den zu versorgenden Einheiten an Brennpunkten im Libanon gebracht wurde.cite-ref-wache-82-92-0[92]
Lutrans
Innerhalb Deutschlands und zu den Taktischen Ausbildungskommandos nach Decimomannu (Sardinien) und Beja in Portugal wurde ein Lufttransportsystem namens Lutrans eingerichtet, um Personal und Material schnell zu den zu versorgenden Standorten transportieren zu können. Nach einer Erprobungsphase wurde ab dem 4. MĂ€rz 1975 standardmĂ€Ăig mit zwei C-160 die Route HohnâAhlhornâKölnâStuttgartâLandsberg geflogen. Von diesen FlugplĂ€tzen aus wurden die GĂŒter weiter auf der StraĂe zu den Depots oder Einheiten transportiert, die sie benötigten. Bestimmte GĂŒter konnten innerhalb von 24 Stunden zu ihrem Ziel transportiert werden. Diese FlĂŒge deckten ein Viertel des Transportbedarfs der Luftwaffe ab.cite-ref-wache-52-93-0[93]
Bosnienkrieg
Vom 4. Juli 1992 an versorgten die deutschen Lufttransportgeschwader zusammen mit den internationalen Partnern die durch den Bosnienkrieg betroffenen Gebiete im ehemaligen Jugoslawien. Die AnflĂŒge wurden teilweise unter Beschuss durchgefĂŒhrt, dabei kam es zu 277 ZwischenfĂ€llen, von denen 205 als âfeindlichâ bewertet wurden. Bis zum Abschluss im Februar 1995 wurden teilweise bis zu 22 Konflikthandlungen im Monat registriert, nur im Dezember 1994 kam es zu keinen ZwischenfĂ€llen. 66,2 % der ZwischenfĂ€lle ereigneten sich dabei im Flug.cite-ref-ahrens-lb-11-94-0[94]cite-ref-ahrens-lb-290-95-0[95]
Erst im September 1992 wurde die SchutzausrĂŒstung der Transall durch die EinrĂŒstung von Kevlarplatten im Bereich des Cockpits sowie den Einbau eines Abwehrsystems gegen hitzesuchende und radargelenkte Raketen an die Bedrohungslage angepasst.cite-ref-96[96]cite-ref-faz20120703-97-0[97]cite-ref-sp-14-1993-98-0[98] Ein taktisches Mittel gegen BeschĂŒsse war der in diesem Szenario entwickelte Steilanflug, allgemein als Sarajevo-Approach bekannt.
Neben den FlĂŒgen nach Sarajevo wurden die Transall der Bundeswehr eingesetzt, um ĂŒber umkĂ€mpften Gegenden wie Srebrenica nachts VersorgungsgĂŒter abzuwerfen.cite-ref-sp-14-1993-98-1[98] Auf 400 EinsĂ€tzen wurden dabei 2346 Flugstunden geflogen und 2194 Tonnen an HilfsgĂŒtern abgesetzt.cite-ref-ahrens-lb-304-99-0[99]
Afghanistan
Die Luftwaffe beteiligte sich von 2001 bis 2014 unter anderem mit LufttransportkapazitĂ€ten am Einsatz in Afghanistan (ISAF). Zu diesem Zweck waren mehrere Transall bis 2008 in Termiz in Usbekistan und von 2008 bis 2014 in Masar-e Sharif stationiert. Maximal acht Maschinen unterstanden dort dem Einsatzgeschwader Mazar-e Sharif auf dem Flughafen der nordafghanischen Stadt. Eine dieser Maschinen stand wĂ€hrend des Einsatzes in MedEvac-Bereitschaft und konnte innerhalb von drei Stunden innerhalb Afghanistans eingesetzt werden.cite-ref-afm-workhorse-100-0[100] Ziele der deutschen Transall waren unter anderem die gröĂeren FlughĂ€fen Kabul, Bagram, Kandahar und Herat, aber auch kleinere FlugplĂ€tze wie Kundus zur Versorgung der dort stationierten Soldaten.cite-ref-101[101]cite-ref-102[102]
Die Hitze und Höhenlage in Afghanistan brachte fĂŒr den Betrieb der zweimotorigen Transall besondere Erschwernisse. Hohe Temperaturen können zwar bis etwa 35 °C auf Meeresniveau durch die Wasser-Methanol-Anlage ausgeglichen werden; die hoch gelegenen afghanischen FlugplĂ€tze wie Kabul (ungefĂ€hr 1800 Meter) beschrĂ€nken allerdings das Abfluggewicht auf ungefĂ€hr 40 Tonnen und damit die Nutzlast auf gerade einmal 4 Tonnen. Die niedrige Gipfelhöhe mit nur einem laufenden Triebwerk (3000 Meter) im dort bis zu 5000 Meter hohen Hindukusch erfordert zudem Routen, die es den Besatzungen ermöglichen, auch bei Ausfall eines Triebwerks noch sicher zu einem Flughafen zu kommen, was wiederum mehr Kraftstoff erfordert und die Nutzlast weiter verringert.cite-ref-afm-workhorse-100-1[100]
FeuerlöschrĂŒstsatz
â
Hauptartikel
:
Brand in der LĂŒneburger Heide
Nachdem bei der Brandkatastrophe 1975 im Norden Niedersachsens groĂe Heide- und WaldflĂ€chen zerstört wurden und ein GroĂaufgebot von KatastrophenschutzkrĂ€ften wie Feuerwehr und Technisches Hilfswerk ĂŒber Wochen im Einsatz waren, wurde ĂŒberlegt, wie man in kurzer Zeit groĂe Mengen Löschwasser an einem Brandherd ausbringen könnte. 1976 wurde deshalb MBB damit beauftragt, die Ausstattung der Transall mit einem entsprechenden RĂŒstsatz zu prĂŒfen. Der vorlegte Entwurf sah vor, einen 12.000 Liter fassenden Tank im Laderaum zu befestigen, der ĂŒber FeuerwehrschlĂ€uche am Boden in vier bis fĂŒnf Minuten aufgefĂŒllt werden könnte und das Wasser ĂŒber die geöffnete Laderampe ausbringen sollte. 1977 begann die Flugerprobung, u. a. in Frankreich, die durch einen Truppenversuch beim LTG 62 ab 1979 ergĂ€nzt wurden, wobei die Ergebnisse Ă€hnlich zu denen der ebenfalls als Löschflugzeug verwendeten Canadair CL-215 waren, die das Wasser allerdings im Flug ĂŒber einen See aufnimmt. EinsĂ€tze der zwei hergestellten RĂŒstsĂ€tze waren selten, bekannt sind ein Einsatz am 26. Juli 1983 auf dem VersuchsgelĂ€nde Knesebeck von Volkswagen, ein Einsatz zweier C-160 im August 1983 auf Sardiniencite-ref-lang19-103-0[103]cite-ref-lang210-104-0[104] sowie beim Borstler Moorbrand im FrĂŒhjahr 1988.cite-ref-105[105]
Messungen zur Ozonschicht in der Arktis
Von 1991 bis 1995 fĂŒhrte das Bundesministerium fĂŒr Forschung und Technologie Versuche mit der Maschine 50+89 der WTD 61 durch, um die Zusammensetzung der ErdatmosphĂ€re, insbesondere der Ozonschicht, nahe der Arktis durchzufĂŒhren. Die Maschine flog zu diesem Zweck von AndĂžya in Norwegen oder Kiruna in Schweden aus in einem Gebiet, das sich von Grönland im Nordwesten und dem Ural im Nordosten bis zu den Kapverden und Nordafrika im SĂŒden erstreckte. Insgesamt wurden 136 FlĂŒge durchgefĂŒhrt und knapp 750 Stunden erflogen.cite-ref-lang116-106-0[106]
ZwischenfÀlle
Vom Erstflug 1963 bis Dezember 2022 kam es mit Transall C-160 zu 15 TotalschÀden. Bei sechs davon kamen 73 Menschen ums Leben.cite-ref-107[107]
Die Luftwaffe hat drei C-160 bei UnfĂ€llen mit Todesfolge verloren. DarĂŒber hinaus wurde eine weitere bei einem Unfall so stark beschĂ€digt, dass sie nach ihrem Unfall abgeschrieben wurde. Im Betrieb bei der ArmĂ©e de lâair wurden sieben Transall zerstört, die tĂŒrkischen LuftstreitkrĂ€fte verloren zwei Flugzeuge. Dazu kommen noch zwei UnfĂ€lle des zivilen Betreibers Manunggal Air und ein Unfall eines weiteren.cite-ref-108[108] AuszĂŒge:
Luftwaffe
âą Am 9. Februar 1975 flog die C-160D mit dem Luftfahrzeugkennzeichen 50+63 des Lufttransportgeschwaders 63 beim Landeanflug auf den Flughafen Chania bei dichtem Schneetreiben wegen eines Navigationsfehlers in einen Berg (Controlled flight into terrain). Keiner der 42 Insassen, neben der Besatzung Angehörige eines Flugabwehrraketengeschwaders auf dem Weg zu einer Ăbung nach Kreta, ĂŒberlebte den Unfall (siehe auch Flugunfall einer Transall C-160 auf Kreta 1975).cite-ref-109[109]cite-ref-110[110]
âą Am 2. Juli 1988 kollidierte die C-160D 50+80 des Lufttransportgeschwaders 61 nach einem Triebwerksausfall im Landeanflug auf den Flughafen Bordeaux-MĂ©rignac mit einer Hochspannungsleitung. Die 6 Mann Besatzung ĂŒberlebten den Absturz verletzt. Die Maschine befand sich auf einem Flug von Stuttgart-Echterdingen nach Bordeaux.cite-ref-111[111]
âą Am 11. Mai 1990 wurde die 50+39 des Lufttransportgeschwaders 62 in der NĂ€he von Lohr am Main bei schlechten Wetterbedingungen in einen Hang im Spessart geflogen (Controlled flight into terrain). Die Maschine befand sich auf einem Flug vom HeimatstĂŒtzpunkt Wunstorf nach Kaufbeuren. Bei diesem Unfall starben alle zehn Personen an Bord.cite-ref-mainpost-112-0[112]cite-ref-113[113]
âą Am 22. Oktober 1995 ereignete sich der bisher letzte Unfall mit Totalverlust einer deutschen Transall, als eine Maschine in den Atlantik stĂŒrzte. Die 50+43 des Lufttransportgeschwaders 61 war auf dem Weg in die Vereinigten Staaten von Amerika. In Ponta Delgada auf den Azoren war die Maschine zum Auftanken gelandet, bevor sie nach St. Johnâs (Neufundland, Kanada) weiterfliegen sollte. Nach einem missglĂŒckten Startabbruch aufgrund eines Triebwerksausfalls berĂŒhrte sie einen Hochspannungsmast und stĂŒrzte ins Meer. Alle sieben Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.cite-ref-114[114]cite-ref-welt-tragfl-che-115-0[115]
âą Bei einem Flug unter zunĂ€chst Instrumenten- und zum Zeitpunkt des Zwischenfalls Sichtflugregeln berĂŒhrte die 50+50 der Luftwaffe am 22. September 2008 in der NĂ€he von Frielendorf in Hessen mehrere Baumwipfel, wobei Teile eines Höhenleitwerks abgetrennt wurden. Die Maschine des LTG 63 flog noch bis nach Wunstorf. Wegen der BeschĂ€digungen wurde entschieden, das Flugzeug nicht zu reparieren, sondern brauchbare Teile auszubauen und die Zelle zu verschrotten.cite-ref-mainpost-112-1[112]
ArmĂ©e de lâAir
⹠Am 23. November 1984 kollidierte eine Transall C-160NG der Französischen LuftstreitkrÀfte (FrAF 209/64-GI) mit einer Transall C-160F (FrAF 156/61-ZV) in der NÀhe von Castres. Beide Maschinen waren auf dem MilitÀrflugplatz Toulouse-Francazal gestartet. Beim Absturz der beiden Flugzeuge kamen alle 13 Besatzungsangehörigen ums Leben, vier in der C-160NG und neun in der C-160F.cite-ref-116[116]cite-ref-117[117]cite-ref-0-118-0[118]
âą Am 6. April 1995 machte die Besatzung der C-160NG 64-GV eine Notlandung, als das Flugzeug nach dem Start vom Flughafen Calvi auf Korsika in rund 1000 Meter Höhe im steil ansteigenden GelĂ€nde am Col de Marsolino aufschlug. Alle sechs Besatzungsmitglieder ĂŒberlebten.cite-ref-119[119]cite-ref-0-118-1[118]
âą Am 6. Mai 2004 kam es bei einer Transall C-160R der Französischen LuftstreitkrĂ€fte (FrAF 209/61-ZR) auf dem Flughafen Martinique (Kleine Antillen) zu einem Brand im linken Treibstofftank, als die Maschine nach dem Anlassen gerade in Richtung Startbahn losgerollt war. Das Feuer war durch einen Kurzschluss eines im Tank verlegten Kabels entstanden, welches schon sehr alt war und dessen Verwendung vom Flugzeughersteller trotz bekannter Bedenken zugelassen war. Das Flugzeug wurde irreparabel beschĂ€digt. Alle acht Insassen, drei Piloten und fĂŒnf Mechaniker, ĂŒberlebten den Totalschaden.cite-ref-120[120]
TĂŒrk Hava Kuvvetleri
âą Am 14. November 1988 fing eine Transall C-160D der tĂŒrkischen LuftstreitkrĂ€fte (Luftfahrzeugkennzeichen TAF 69-030) auf dem Vorfeld des LuftwaffenstĂŒtzpunkts Kayseri-Erkilet (TĂŒrkei) Feuer und brannte vollstĂ€ndig aus. Die Maschine war vorher in Deutschland als 50+22 registriert. Ăber PersonenschĂ€den ist nichts bekannt, es gab jedoch keine TodesfĂ€lle.cite-ref-121[121]
âą Am 25. Januar 2024 kam es an einer Transall C-160T der tĂŒrkischen LuftstreitkrĂ€fte (TAF 69-036) zu einem Leistungsverlust. Die Piloten machten eine Notlandung auf dem militĂ€rischen Teil des Flughafens Kayseri-Erkilet (TĂŒrkei). Videos zeigen einen Landeanflug im Tiefflug auf den Flugplatz; und das Flugzeug scheint eine Fahrwerksstörung gehabt zu haben. Es wurden keine Verletzten gemeldet, das Flugzeug wurde jedoch erheblich beschĂ€digt und möglicherweise abgeschrieben.cite-ref-122[122]
Manunggal Air
âą Am 15. Juni 2001 verunglĂŒckte die PK-VTP der Manunggal Air, deren Piloten eine Notlandung in Sentani (Indonesien) machten, nachdem Probleme mit den Triebwerken aufgetreten waren. Dabei kam die Maschine von der Landebahn ab und rammte einen Zaun, wobei einer der 16 Insassen getötet wurde. Die Maschine sollte nach Wamena fliegen.
⹠Am 6. MÀrz 2008 ereignete sich in Wamena auch der zweite Unfall dieses zivilen Betreibers. Die PK-VTQ ging nach der Landung in Flammen auf und brannte vollstÀndig aus, Passagiere und Besatzung konnten sich unverletzt retten.cite-ref-123[123]
Wilken Group
âą Am 3. November 2021 verunglĂŒckte die letzte zivil genutzte C-160NG (Seriennummer MSN 233, Baujahr 1985) mit dem tadschikischen Luftfahrzeugkennzeichen EY-360 auf dem Flugfeld in Doolow (Somalia). Das Flugzeug aus Tadschikistan wurde von einer âWilken Groupâ in Kenia eingesetzt. Laut Presseberichten wurde die Maschine in einem zu steilen Anflugwinkel zu schnell und zu hart aufgesetzt. Die zweiköpfige Besatzung konnte sich retten, das Flugzeug brannte aus. Die vormals indonesische Maschine der Pelita Air Service (PK-PTO) und Mannungai Air wurde im April 2015 von der Wilken Group erworben.cite-ref-124[124]cite-ref-125[125]cite-ref-126[126]
Technische Daten
| KenngröĂe | C-160D | C-160NG [ 127 ] |
|---|---|---|
| Besatzung | 5 bzw. 6: Kommandant Copilot Bordtechniker TSO (Taktischer Systemoffizier) je nach Aufgabenzweck und Anzahl der Passagiere ein oder zwei Ladungsmeister | 3 |
| LĂ€nge | 32,40 m | 32,40 m (33,60 m mit Tanksonde) [ 128 ] |
| Spannweite | 40,00 m | 40,00 m |
| Höhe | 12,36 m | 11,65 m |
| FlĂŒgelflĂ€che | 160 mÂČ | 160 mÂČ |
| FlĂŒgelstreckung | 10 | 10 |
| Leermasse | 28.946 kg | 28.000 kg |
| normale Startmasse | ca. 46.000 kg | k. A. |
| max. Startmasse | 49.150 kg | 51.000 kg |
| Zuladung | bis zu 16.000 kg bzw. 93 Soldaten (73 bei FlĂŒgen ĂŒber See) [ 129 ] + 5 Besatzung | bis zu 16.000 kg bzw. 93 Soldaten + 3 Besatzung |
| TragflĂ€chenbelastung | 294 kg/mÂČ (nominal) | k. A. |
| Höchstgeschwindigkeit | 513 km/h | 513 km/h |
| Dienstgipfelhöhe | 8230 m | 8200 m |
| Steigrate | 6,67 m/s | k. A. |
| Reichweite bei 14 t Nutzlast | ca. 1200 km [ 24 ] | ca. 1200 km |
| Luftbetankungssystem | kein | Tanksonde |
| Startstrecke | 650 m | k. A. |
| Landestrecke | 580 m | k. A. |
| Antrieb | 2 Ă Rolls-Royce - Tyne-Mk.22 -Propellerturbinen | 2 Ă Rolls-Royce - Tyne-Mk.45 -Propellerturbinen |
| Leistung | 2 Ă 4222 kW (5738 PS) | 2 Ă 4485 kW (6100 PS) |
| Leistungsgewicht | 180 W/kg (nominal) | k. A. |
| ElektronikausrĂŒstung | Flight management system ( FMS ) GPS Laser-INS (LASER- TrĂ€gheitsnavigationssystem ) Funknavigation (2 Ă VOR , NDB , TACAN ) Wetterradar UHF -, VHF -, HF -Langstrecken-Funk SELCAL, TCAS II (Kollisionswarnsystem) | k. A. |
Vergleich mit anderen Typen
Die C-160 Transall zĂ€hlt neben der â in weitaus gröĂerer Anzahl gebauten â C-130 Hercules zu den Standard-Transportern der NATO-Staaten. Bei vergleichbaren AusmaĂen und sogar gröĂerem Laderaum ist sie der viermotorigen C-130 aufgrund der insgesamt schwĂ€cheren Antriebsleistung bei Nutzlast, Geschwindigkeit und Gipfelhöhe unterlegen.cite-ref-fr1963-5-1[5] Kleinere vergleichbare Transportflugzeuge sind die Alenia C-27 und die CASA C-295. Die A400M als Nachfolger der C-160 und teilweise auch der C-130 kann eine deutlich gröĂere Last tragen. Als Nachfolger der Transall in Deutschland war auch die ukrainische Antonow An-70 im GesprĂ€ch. Ăltere vergleichbare Muster dieses Herstellers sind die Antonow An-12 (NATO-Codename Cub), die seit 1963 in sowjetischen und spĂ€ter russischen MilitĂ€rdiensten steht, und die kleinere Antonow An-26 (Curl), die seit Anfang der 1970er-Jahre bei den Staaten des damaligen Warschauer Paktes im Einsatz ist.
Ausblick
Schon in den 1980er Jahren begann in den Betreiberstaaten der C-160 die Suche nach einem neuen Lufttransporter, der die Transall ablösen sollte,cite-ref-130[130] da Transall und Hercules nach damaliger SchĂ€tzung etwa im Jahr 2000 ihre maximale Lebensdauer erreicht haben wĂŒrden. Durch die nach dem Ende des Kalten Krieges geĂ€nderten Anforderungen in Deutschland an einen MilitĂ€rtransporter wurde dies noch dringlicher.
Die Transall war als Transporter fĂŒr den Einsatz innerhalb eines Kampfschauplatzes gedacht (taktischer Transport, siehe auch Operation (MilitĂ€r)) und noch dazu fĂŒr das europĂ€ische Klima gebaut. Die Bundeswehr fordert hingegen schon seit den spĂ€ten 1990er-Jahren, im Rahmen der gemeinsamen europĂ€ischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik Truppenteile in entferntere Einsatzgebiete verlegen zu können (strategischer Lufttransport).cite-ref-131[131] Diese Anforderungen konnte sie mithin spĂ€testens seit dem Beginn des Afghanistaneinsatzes 2001 nicht mehr so erfĂŒllen, wie sie es in einem âheiĂenâ Kalten Krieg in Europa gekonnt hĂ€tte.
Trotz der am Flugzeug in den 1990er-Jahren vorgenommenen Anpassungen, alleine um der Transall noch einmal etwa zehn Einsatzjahre bis zur EinfĂŒhrung der A400M zu geben, wurde die Instandhaltung immer aufwendiger. Wegen der Verzögerungen bei Airbus, speziell im Bereich Selbstschutzanlage, wurde die Transall bis Ende 2021 bei LTG 63 in Hohn betrieben.cite-ref-132[132]cite-ref-zeit-milliardengrab-133-0[133] Einzelne Exemplare wurden allerdings schon zuvor verschrottet.cite-ref-aa-verschrottung-134-0[134]
Australien: Die Flugzeuge VH-RFW (Seriennummer D.125 ex 50+88), VH-RPR (D.120 ex 50+83) und VH-TIT (D.77 50+55) sollen bei Wieland Aviation als Löschflugzeuge weiterbetrieben werden.cite-ref-135[135]
Erhaltene Maschinen in Museen und Kasernen
Mit der langsamen Ausmusterung der Transall fanden bisher mehrere Exemplare den Weg zu den unterschiedlichsten Museen und Ausstellungsorten.
Deutschland Deutschland
âą Die 50+07 des LTG 61 steht seit 16. Oktober 2012 auf dem Flugplatz Ballenstedt und sollte in das Luftfahrtmuseum Wernigerode ĂŒberfĂŒhrt werden. Auch nach der Landung der 51+01 am 18. Dezember 2017 in Ballenstedt verbleibt die 50+07 am Flugplatz Ballenstedt.cite-ref-136[136]
âą Am 20. MĂ€rz 2012 wurde die 50+37 des LTG 62 von Wunstorf aus zum Flugplatz Damme ĂŒberfĂŒhrt und wird dort vom Museum fĂŒr Technik, Natur und Luftfahrt ausgestellt.cite-ref-137[137]cite-ref-138[138]
âą Die 50+40 wurde am 20. Oktober 2021, nach ihrer Abschiedstour als âRetro-Brummelâ von Hohn ĂŒber NĂŒrnberg zum ehemaligen Heeresflugplatz Roth ĂŒberfĂŒhrt. Sie wird kĂŒnftig an der neuen Offizierschule der Luftwaffe ausgestellt.cite-ref-139[139]
âą Die 50+54 wurde am 5. MĂ€rz 2019 von Hohn nach Hannover ĂŒberfĂŒhrt und soll dort der Ausbildung von Mitarbeitern und Feuerwehr des Flughafens dienen.cite-ref-140[140]
⹠Die 50+56 des LTG 63 steht seit dem 19. September 2011 im MilitÀrhistorischen Museum der Bundeswehr auf dem ehemaligen MilitÀrflugplatz Berlin-Gatow.cite-ref-141[141]cite-ref-142[142]
âą Am 13. Mai 2014 wurde die 50+62 vom LTG 62 zum Airbus Werksflugplatz Hamburg-Finkenwerder ĂŒberfĂŒhrt und soll dort an ihrer ProduktionsstĂ€tte ausgestellt werden.cite-ref-143[143]
âą Die 50+64 des LTG 63, die bis Ende 2017 als eine der letzten âTrallsâ des LTG 61 in Landsberg stationiert war, soll zukĂŒnftig in der Flugwerft SchleiĂheim ausgestellt werden.
âą Die 50+66 wurde am 24. August 2021 aus Hohn auf den Flugplatz Rotenburg (WĂŒmme) ĂŒberfĂŒhrt und wird dort ausgestellt, erstmals wird hier eine Maschine mit montierter Selbstschutzanlage (ESS) ausgestellt.cite-ref-144[144]cite-ref-145[145]
âą Die 50+76 des LTG 63, die bis Mitte 2021 als eine der letzten âBrummelbienenâ des LTG 63 in Hohn stationiert war, befindet sich im Kasernenbereich des Heeresflugplatzes Celle, dem Platz, wo das Geschwader 60 Jahre zuvor aufgestellt wurde.
âą Einer der letzten FlĂŒge einer Transall war die ĂberfĂŒhrung der 50+79 des LTG 63 am 7. Dezember 2021, nach ZweibrĂŒcken, wo sie 2022 in ein âTrallotelâ umgebaut werden sollcite-ref-146[146].
âą Die 50+85 des LTG 63 steht seit 2015 als sogenannter âGate Guardâ direkt an der Hauptwache des Fliegerhorstes Hohn. Sie trĂ€gt eine Sonderbemalung, die 2011 zum 50-jĂ€hrigen Bestehen des LTG 63 angefertigt wurde.cite-ref-147[147]
âą Der NiederlĂ€nder Piet Smedts erwarb ebenfalls einen der Transporter und stellt ihn seit dem 6. Dezember 2011 in Baarlo aus. Die Maschine flog bei der Bundeswehr unter der Kennzeichen 50+98, zuletzt fĂŒr das LTG 61 im bayerischen Landsberg. Diese Maschine wird seit 2015 im Kevelaer Freizeitpark Irrland als Attraktion ausgestellt.cite-ref-148[148]
âą Die 50+86, zuletzt bei der WTD 61 im Einsatz, befindet sich als AusstellungsstĂŒck seit November 2021 auf dem Heeresflugplatz Altenstadt.cite-ref-merkur2021-57-1[57]cite-ref-149[149]
âą Die 50+99 des LTG 61 steht seit dem 13. April 2011 im Technik-Museum Speyer.
âą Die 51+00, zuletzt beim LTG 62 eingesetzt, wurde am 22. Januar 2013 zum Lausitzflugplatz Finsterwalde/Schacksdorf ĂŒberfĂŒhrt und soll dort der Ausbildung von Luftfahrzeugtechnikern dienen.cite-ref-ff5100-150-0[150]
âą Die 51+01 des LTG 61 wurde am 18. Dezember 2017 von Landsberg auf den Flugplatz Ballenstedt ĂŒberfĂŒhrt und am 9. Oktober 2018 in das Luftfahrtmuseum Wernigerode transportiert. Die 51+01 trĂ€gt die Sonderbemalung âSilberne Gamsâ. Sie ist auf dem Museumsdach zu besichtigen.cite-ref-151[151] Im Juli 2018 wurde die 51+01 erneut von Wernigerode zum Flugplatz Ballenstedt ĂŒberfĂŒhrt und im Eingangsbereich des Musikfestivals Rockharz aufgestellt.
âą Am 7. Oktober 2014 wurde die 51+02 vom LTG 61 zum Flugplatz Altenburg in das Museum Flugwelt Altenburg ĂŒberfĂŒhrt.cite-ref-152[152]
âą Die 51+07 des LTG 62 seit dem 20. Juni 2011 im AuĂengelĂ€nde der Ju-52-Halle vor den Toren des Fliegerhorstes Wunstorf.
Osterreich Ăsterreich
âą Eine Besatzung des LTG 63 brachte am 8. Mai 2012 die Maschine mit dem Kennzeichen 50+94 vom Fliegerhorst Schleswig zum Ăsterreichischen Luftfahrtmuseum auf dem Flughafen Graz-Thalerhof.cite-ref-154[154]cite-ref-155[155]cite-ref-156[156]
Sudafrika SĂŒdafrika
Turkei TĂŒrkei
Frankreich Frankreich
âą Seit dem 22. August 2012 befindet sich die französische Transall R18 im MusĂ©e de lâair et de lâespace am Flughafen Le Bourget.cite-ref-157[157]
âą Am 20. August 2021 wurde die Transall R223 als âGate Guardâ auf dem MilitĂ€rflugplatz Ăvreux-Fauville abgestellt.
âą Der letzte Flug ĂŒberhaupt war in Frankreich der der R212 von OrlĂ©ans nach Toulouse-Blagnac am 27. Juni 2022, wo sie Teil der Ausstellung des MusĂ©e Aeroscopia wurde.cite-ref-158[158]
Niederlande Niederlande
Siehe auch
Literatur
âą Hans-Werner Ahrens: Die LuftbrĂŒcke nach Sarajevo 1992 bis 1996 Die Transportflieger der Luftwaffe und der Jugoslawienkrieg. 1. Auflage. Rombach, Freiburg im Breisgau, Berlin, Wien 2012, ISBN 978-3-7930-9695-5.
âą Jochen K. Beeck: Verkehrsflugzeuge der Welt 1919â2000. Geschichte â Klassen â Typen. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-613-02008-4.
âą Gert W. Heumann: C-160 Transall, Demonstration deutsch-französischer Zusammenarbeit. In: Flug Revue International. Juni 1967, S. 40â45.
âą Gerhard Lang: Transall. 1. Auflage. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-613-03713-7.
âą Siegfried Wache: Transall C-160 D. In: F-40 Flugzeuge der Bundeswehr. Band 47. Bmvd, Buchholz 2004, ISBN 3-935761-47-3.
âą Franz-Herbert Wenz: Transall C160. Entwicklung, Produktion und Einsatz eines Transportflugzeuges, das zur Legende wurde. 2., ĂŒberarbeitete und erweiterte Auflage. Stedinger, Lemwerder 2002, ISBN 3-927697-28-1.
âą Rolf Wurster: 50 Jahre Deutsche Motorflugzeuge. Books on Demand (Libri) / Rolf Wurster, Battenberg (BiedenkopferstraĂe 15) 2001, ISBN 3-8311-1854-X, S. 136.
âą Dietmar Plath, Horst Walter: Transall. Engel der LĂŒfte. 3. Auflage. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1993, ISBN 3-613-01208-1, S. 104â112.
Weblinks
Commons
: Transall C-160
â Sammlung von Bildern und Videos
âą Datenblatt der Bundeswehr zur Transall C-160D
âą Bericht ĂŒber eine ausrangierte Transall C-160, die als begehbare Kunstinstallation der Ruhrtriennale dient
âą Bundeswehr â 60 Sekunden Classix: Transall C160 (YouTube-Video)
Einzelnachweise
cite-note-1-11. â Matthias Hermann: TschĂŒss, Brummelbiene!: Transall absolviert ihren letzten Flug: Ăra endet nach 55 Jahren in Hohn | shz.de. Abgerufen am 15. Dezember 2021.
cite-note-wache-19-22. â Wache: C-160D Transall. 2004, S. 19 ff. (F-40 â Die Flugzeuge der Bundeswehr. Band 47).
cite-note-33. â Heumann: C-160 Transall, Demonstration deutsch-französischer Zusammenarbeit. In: Flug Revue International. Juni 1967, S. 40â44.
cite-note-testunerw-nscht-44. â Test unerwĂŒnscht. In: Der Spiegel. Nr. 45, 1963 (online â 6. November 1963).
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cite-note-1818. â Anmerkung: Es können nicht die möglichen 16 Tonnen Fracht abgeworfen werden, da sich dabei der Schwerpunkt so stark Ă€ndern wĂŒrde, dass das Flugzeug nicht mehr steuerbar wĂ€re. Siehe auch den Abschnitt Massenschwerpunkt und Auftriebspunkt im Artikel Weight and Balance.
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cite-note-shz2015-07-04-4747. â Tilmann Post: Zuwachs fĂŒr Hohner Flieger. In: shz.de. Schleswig-Holsteinische Landeszeitung, 4. Juli 2015, abgerufen am 5. Juli 2015: âSeit gestern sind die letzten drei Maschinen vom Lufttransportgeschwader (LTG) 62 aus dem niedersĂ€chsischen Wunstorf in Hohn stationiert. Damit verfĂŒgt das LTG 63 nun ĂŒber 23 Flugzeuge. [âŠ] Im Hohner Buchungsbestand befinden sich sogar 27 Flugzeuge. Vier davon werden derzeit jedoch der âgroĂen Inspektionâ im Airbus-Werk Manching unterzogen.â
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cite-note-million-5151. â Timo Braam, Alexander BrĂ€utigam: Transall C-160 erfliegt eine Millionste Flugstunde. Luftwaffe.de, 5. Oktober 2011, abgerufen am 23. Februar 2012: âNach 43 Jahren im Dienste der Luftwaffe erflog die Transall C-160 ihre eine Millionste Flugstunde. Zu diesem Anlass veranstaltete die Luftwaffe am 4. Oktober 2011 auf dem Flugplatz Hohn eine JubilĂ€umsveranstaltung. Dieses besondere Ereignis wurde mit der traditionsreichsten Transportmaschine gefeiert.â
cite-note-50jahre-kreisbote-5252. â Siegfried Spörer: Die Luftwaffe feiert ihren âEngel der LĂŒfteâ. In: Kreisbote (Onlineausgabe). 27. Mai 2013, abgerufen am 29. Mai 2013: âDas Lufttransportgeschwader LTG 61 feierte den 50. Geburtstag ihres âArbeitsgerĂ€tesâ â dem zweimotorigen Transporter vom Typ C160 Transall.â
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cite-note-7676. â Almir Hrnic: Mit den FuĂspitzen an der Laderampe. In: Luftwaffe.de. Bundeswehr, 22. Mai 2009, abgerufen am 16. Dezember 2014: âDas so genannte Afrikaverfahren ist sehr selten und wird nur im bayerischen Altenstadt trainiert. Bei diesem Verfahren werden die Inhalte, meist Lebensmittel, in Holzpaletten gepackt, mit BĂ€ndern zugebunden und auf dem Schienensystem mit Gurten gesichert. In einer Höhe von 20 FuĂ (7 Meter) wird die Laderampe geöffnet und die Transportsicherung entfernt, mittels Anstellwinkel und Beschleunigung gleiten die Paletten nach hinten und fallen auf den Boden.â
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cite-note-sueddeutsche15012013-8282. â Daniel Brössler, Christoph Hickmann, Martin Winter: Bundeswehr sieht Spielraum fĂŒr Mali-Einsatz. In: SĂŒddeutsche Zeitung. 15. Januar 2013, abgerufen am 15. Januar 2013: âIn Berlin werde die Entsendung von vier Transall-Transportflugzeugen und einem Airbus geprĂŒft, meldete die Deutsche Presse-Agentur. Das EinsatzfĂŒhrungskommando der Bundeswehr habe nach einer Anfrage der französischen Regierung gemeldet, dass eine entsprechende Transporthilfe zur VerfĂŒgung stehe; darĂŒber mĂŒsse nun Verteidigungsminister Thomas de MaiziĂšre (CDU) entscheiden.â
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cite-note-bundeswehr-ebola-9090. â Ralf Bonk, Frank Bötel: Ăberblick: Die Bundeswehr hilft im Kampf gegen Ebola. Bundeswehr, 12. Dezember 2014, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 13. Dezember 2014; abgerufen am 13. Dezember 2014: âSeit Mitte Oktober finden fast tĂ€glich FlĂŒge mit zwei Transall-Transportmaschinen in die HauptstĂ€dte der Krisengebiete sowie nach Accra in Ghana statt. [âŠ] Auftraggeber der FlĂŒge ist die UN Mission fĂŒr Ebola Emergency Response (UNMEER). Derzeit werden HilfsgĂŒter, AusrĂŒstung und Fahrzeuge in die HauptstĂ€dte Liberias (Monrovia), Sierra Leones (Freetown) und Guineas (Conakry) transportiert.â
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cite-note-132132. â LTG 63 fliegt noch bis 2021 mit Transall. In: luftwaffe.de. 14. Dezember 2015, abgerufen am 23. Dezember 2015.
cite-note-zeit-milliardengrab-133133. â Hauke Friederichs: Ausweg aus dem Milliardengrab gesucht. In: Zeit Online. Die Zeit, 14. Januar 2010, abgerufen am 23. Februar 2012: âDas Transportflugzeug wird bei der Bundeswehr dringend benötigt, um die in die Jahre gekommene Transall C-160 D zu ersetzen. Das sogenannte Arbeitstier der Luftwaffe wurde vor 50 Jahren entwickelt und ist seit 1967 im Dauerdienst. Bereits vor 20 Jahren wurde die Produktion der Transall eingestellt, Ersatzteile zu ordern erfordert einen hohen Logistikaufwand. Eine Ausmusterung des Frachtfliegers ist dennoch nicht in Sicht. âWir werden die Transall bis 2020 und darĂŒber hinaus nutzenâ, sagt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Mit mehreren Modernisierungen und NachrĂŒstungen verlĂ€ngerte die Bundeswehr immer wieder die Einsatzzeit der Transall. Doch die drei Lufttransportgeschwader brauchen lĂ€ngst neue Maschinen â auch um die verĂ€nderten Anforderungen an die StreitkrĂ€fte in Afghanistan und am Horn von Afrika zu erfĂŒllen. Da die Transall zu wenig Nutzlast transportieren kann, mĂŒssen immer wieder Antonow-Frachtmaschinen aus der Ukraine angemietet werden, um schwere Fahrzeuge nach Afghanistan zu bringen.â
cite-note-aa-verschrottung-134134. â Georg Schalk: Sie macht aus einer groĂen Transall 50 Zentimeter kleine Aluminiumteile. Augsburger Allgemeine, 29. September 2010, abgerufen am 23. Februar 2012: âBei der Rohstoffverwertung Gröger in GĂŒnzburg nimmt man den Begriff AbrĂŒstung wörtlich. Vor gut einer Woche hat das Unternehmen zusammen mit der Firma PrĂŒnstner aus Ichenhausen in Landsberg die erste Transall bundesweit verschrottet. Am vergangenen Wochenende kam dort das zweite der in die Jahre gekommenen Transportflugzeuge der Bundeswehr dran. Bis Ende 2012 sollen weitere 14 Maschinen folgen.â
cite-note-135135. â Patrick Zwerger: Von Holstein nach âDown Underâ : Die drei letzten Transall fliegen nach Australien. 9. Dezember 2022, abgerufen am 10. Dezember 2022.
cite-note-136136. â Regina Urbat: Transall âlandetâ auf dem Dach. In: volksstimme.de. 21. September 2015, abgerufen am 17. Oktober 2018.
cite-note-137137. â Johannes Kapitza: Transall der Bundeswehr landet am Dienstag in Damme. Neue OsnabrĂŒcker Zeitung, 19. MĂ€rz 2012, abgerufen am 20. MĂ€rz 2012: â12 296 Flugstunden hat die â50+37â seit ihrer Erstzulassung am 17. MĂ€rz 1970 gesammelt. Auf ihrem letzten Flug kommen noch einmal gut 20 Minuten Flugzeit aus Wunstorf bei Hannover hinzu. Sie stammt aus den BestĂ€nden des Lufttransportgeschwaders 62, das auf dem Fliegerhorst Wunstorf bei Hannover stationiert ist.â
cite-note-138138. â Johannes Kapitza: Transall legt Punktlandung in Damme hin. OsnabrĂŒcker Zeitung, 20. MĂ€rz 2012, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 21. MĂ€rz 2012; abgerufen am 20. MĂ€rz 2012.
cite-note-139139. â Patrick Zwerger: Der letzte Flug der âRetro-Brummelâ. In: Flug Revue. 22. Oktober 2021, abgerufen am 3. November 2021.
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cite-note-ff5100-150150. â âLandsbergerâ (Benutzername): Lausitzflugplatz Finsterwalde-Schacksdorf. In: Flugzeugforum.de. Flugzeugforum, 3. Februar 2013, abgerufen am 14. Februar 2013: âDie Maschine ist seit der 4. Kalenderwoche in Finsterwalde, gehört der Aircraft Maintenance & Consulting GmbH und soll dort als Ausbildungsmaschine genutzt werden.â
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cite-note-152152. â Wolfgang Wukasch: Riesiges Interesse: Transall landet fĂŒr das Museum Flugwelt Altenburg-Nobit z. In: OstthĂŒringer Zeitung. 9. Oktober 2014, abgerufen am 12. Dezember 2014.
cite-note-153153. â Eine Transall im Vorgarten: Hohn hat eine neue SehenswĂŒrdigkeit.
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